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Gesamtpublikation zu den rechtlichen und technischen Grundlagen der Barrierefreiheit

Projektziel

Ziel dieses umfangreichen Projektes war die Erarbeitung allgemeinverständlicher und erläuternder Arbeitsmaterialien über die rechtlichen und technischen Grundlagen und Voraussetzungen der Barrierefreiheit in Form einer barrierefrei zugänglichen Gesamtpublikation. Hierbei sollte es sich um eine Auflistung und Erläuterung europäischer, bundesdeutscher und länderspezifischer rechtlicher Vorgaben handeln. Die Veröffentlichung sollte in einer Form erfolgen, die eine ständige Aktualisierung ermöglicht (z. B. online).

Projektergebnisse

Am 03.12.2012, dem Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung veröffentlichte das BKB gemeinsam mit dem Beuth Verlag das neue Online-Portal. www.wegweiser-barrierefreiheit.de. Die neue Plattform bietet einen schnellen Überblick über die einschlägigen rechtlichen und technischen Bestimmungen, die für die Anwender erschwert werden durch Regelungen auf der Ebene des Bundes und der Länder, die Vielschichtigkeit des Themas und fehlende barrierefreie Formate.

Der Wegweiser Barrierefreiheit enthält übersichtlich nach den Bundesländern gegliedert eine vollständige Darstellung der geltenden rechtlichen Bestimmungen in den Bereichen

  • Öffentlich zugängliche Gebäude
  • Wohnungsbau
  • Personennahverkehr und
  • Schienenpersonenverkehr

mit den dazugehörenden technischen Bestimmungen. Erstmals sind die DIN-Normen auch in einem barrierefreien Format zugänglich.

Alle Bestimmungen werden einführend erläutert und im Wortlaut unter Angabe der Fundstelle kostenfrei wiedergegeben. Der Einblick in die urheberrechtlich geschützten DIN-Normen selbst ist nach einer kostenpflichtigen Registrierung möglich.

www.wegweiser-barrierefreiheit.de richtet sich sowohl an die Fachplanerinnen und Fachplaner als auch an Behindertenverbände, Behindertenbeauftragte und Behindertenbeiräte, die mit der Begutachtung der Barrierefreiheit von Vorhaben beauftragt sind.

Hintergrund

Als Voraussetzung für die Wahrnehmung ihrer Anhörungs- und Beteiligungsrechte sowie für den Abschluss von Zielvereinbarungen und Programmen müssen die Vertreterinnen und Vertreter behinderter Menschen Kenntnis über die jeweilige Rechtslage haben. Diese wird aber nicht nur durch Gesetzestexte u. ä. bestimmt, sondern wesentlich durch Verordnungen und Erlasse, die sich wiederum auf technische Regelwerke beziehen bzw. diese verbindlich einführen.

Träger des Projektes

  • Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV)
  • Institut für barrierefreie Gestaltung und Mobilität GmbH (IbGM)

Laufzeit

01.01.2010 bis 31.12.2012, Restarbeiten in 2013