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BIK für Alle startet Aufklärungskampagnen zum barrierefreien Internet

25.01.2016

Ob Fahrplanauskunft, Bankgeschäfte oder Weiterbildung – die Nutzung des Internets ist fester Bestandteil unseres Alltags geworden. Doch viele Menschen werden von dieser Entwicklung ausgeschlossen, weil nicht auf Barrierefreiheit geachtet wurde.

Seit Anfang 2015 ist das jüngste Projekt der vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderten BIK-Reihe am Start: BIK für Alle. BIK steht für barrierefrei informieren und kommunizieren. Das aktuelle Vorhaben zielt darauf ab, die Vorteile des barrierefreien Internets in der Öffentlichkeit besser bekannt zu machen.

Vier Handlungsfelder wurden ausgewählt:

  • Wirtschaft und Handel
  • Luftverkehr
  • Soziales (Kommunen, Sozialverbände, etc.)
  • Aus- und Weiterbildung

Wir tragen die Initiative gemeinsam mit Partnern in die Breite,

sagt Heike Clauss von BIK für Alle. Partner sind Multiplikatoren wie Branchenverbände, Berufsgenossenschaften oder kommunale Netzwerke, die ihre Mitglieder über das Thema aufklären wollen.

Wer Barrieren im Netz abbauen will, muss wissen, dass es sie gibt, danach helfen Standards und Tests bei der Umsetzung.

so Heike Clauss weiter.

In den Handlungsfeldern Aus- und Weiterbildung und Luftverkehr startet BIK für Alle nun in die Umsetzung, in den beiden anderen Handlungsfeldern werden noch Partner gesucht.

Standards und Tests für Barrierefreiheit helfen

Für Webseiten-Anbieter ist der weltweit gültige Standard, die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG), Richtschnur für barrierefreies Webdesign. In Deutschland wurde die WCAG fast deckungsgleich in die Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV) übernommen. Wer wissen möchte, ob sein Webangebot diese Anforderungen erfüllt, kann es testen lassen. Ein etabliertes Testverfahren ist der BITV-Test. In BIK-Vorgängerprojekten entwickelt, wurde er bis heute tausendfach, entweder als Expertentest oder als BITV-Selbstbewertung, durchgeführt. In der aktuellen Projektlaufzeit wird der BITV-Test an aktuelle Anforderungen angepasst. Zusätzlich soll die Bewertung von Webseiten gemäß WCAG ermöglicht werden.

Unser Ziel ist es, die uneingeschränkte Teilhabe aller Menschen im Netz zu fördern,

sagt Heike Clauss. Durchgeführt wird das Projekt von der DIAS GmbH, einem Hamburger Forschungs- und Dienstleistungsunternehmen mit den Schwerpunkten Inklusion und Barrierefreiheit.

DIAS GmbH – Projekt BIK für Alle
Schulterblatt 36, 20357 Hamburg
Telefon: 040/ 43 18 75 15
E-Mail: info@bik-fuer-alle.de
Internet: www.bik-für-alle.de