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Nachrichten zum Thema Notruf/Katastrophenschutz

Der Nachrichtendienst kobinet meldet am 06.01.2014, dass der Dienstausweis der Polizei in Bremen mit einem Brailleaufdruck versehen wurde. Damit haben auch blinde Menschen die Möglichkeit, die Echtheit des Dienstausweises, der auf Verlangen vorgezeigt werden muss, zu überprüfen.

Der Nachrichtendienst Kobinet berichtet über die Weltpremiere eines visuellen Notrufsystems in Aufzügen. Taube und hörbehinderte Personen sind bei Problemen im Aufzug bisher von der Notruf-Kommunikation abgeschnitten. Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb in Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) nahm in seinem Tagungshotel, dem Gelsenkirchener „Lichthof“, das neue visuelle Notrufsystem in Betrieb. Der Prototyp ist mit einem Touchscreen ausgerüstet, der über eine geschützte Mobilfunkleitung eine Verbindung zur BLB-eigenen Notrufzentrale in Köln aufbaut.

Die Deutsche Gesellschaft der Hörgeschädigten-Selbsthilfe und Fachverbände, der Deutsche Schwerhörigenbund und der Deutsche Gehörlosen-Bund arbeiten derzeit gemeinsam am Projekt „Katastrophenschutz“ für hörbehinderte Menschen. Damit die Forderungen tauber und hörbehinderter Menschen zum Katastrophenschutz und zur Unfallhilfe überzeugend und nachdrücklich gegenüber politischen Entscheidungsträgern vertreten werden können, bitten die Verbände um Unterstützung.

Der Deutsche Gehörlosen-Bund e. V. (DGB) und der Deutsche Schwerhörigenbund e. V. (DSB) begrüßen es, dass in die Debatte um einen barrierefreien Notruf für Menschen mit Hörbehinderung Bewegung gekommen ist. Aus Sicht beider Verbände ist die Beibehaltung des Notfallfaxes notwendig. DGB und DSB werden sich - gemeinsam mit den Verantwortlichen in der Politik und der Polizei - Lösungsansätze für einen barrierefreien Notruf genauer ansehen.

In eine Notfallsituation kann jeder Mensch schnell einmal kommen. Für die ca. 1,5 Millionen Menschen in Deutschland, die auf Grund einer Hörschädigung nicht telefonieren können, ist das Alarmieren der Rettungskräfte per Telefon oder Handy nicht möglich. Abhilfe schafft die „Protegon SOS-Notfall App“ für Smartphones, welche in Kooperation mit den Deutschen Schwerhörigenbund (DSB) entwickelt wurde.