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Nachrichten zum Thema Kultur und Sport

In der Online-Zeitschrift „Informationspraxis“ (Bd. 1, Nr. 1 (2015)) ist vor kurzem der Online-Artikel "Barrierefreiheit zur Routine machen – Praxisfall: Digitale Bibliothek" erschienen. Der Beitrag geht der Frage nach, inwieweit Barrierefreiheit in den digitalen Angeboten wissenschaftlicher und öffentlicher Bibliotheken in Deutschland angekommen ist. Das Fazit: Barrierefreiheit muss gewollt, geplant und sinnvoll umgesetzt werden. Technische Komponenten sind ein wichtiger, doch meist erst der zweite Schritt.

Der Index für Inklusion im und durch Sport bietet umfangreiche Informationen zum Themenbereich Inklusion und Sport, Orientierungspunkte für die praktische Arbeit und zeigt konkrete Inklusionsprozesse auf.

Vor kurzem wurde die bundesweit erste Zielvereinbarung eines Kulturverbands mit einem Landesverband der Selbsthilfeorganisationen Behinderter in Rheinland-Pfalz geschlossen. Die Vertragspartner verständigten sich auf eine Reihe gemeinsamer Maßnahmen, für deren Umsetzung sie sich in den kommenden fünf Jahren einsetzen werden. So wird der Museumsverband Rheinland-Pfalz e. V. die Museen beraten, auf welche Weise die Belange behinderter Menschen in Hinblick auf Barrierefreiheit in Dauer- und Wechselausstellungen sowie bei museumspädagogischen Angeboten berücksichtigt werden.

RTL Television teilt mit, dass alle EM-Qualifikationsspiele der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft mit Live-Untertitelungen für Hörgeschädigte ausgestrahlt werden. Voraussetzung für den Untertitel-Empfang über Satellit, digitales Kabel oder Terrestrik ist eine Unterstützung des „DVB-Subtitle“-Standards durch den verwendeten Receiver.

Am 23. und 24. März 2014 diskutierten in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland rund 150 Kunst- und Kulturvermittler/-innen und Vertreter/-innen von Betroffenenverbänden Entwicklungen und Perspektiven zu Inklusion und Barrierefreiheit in Museen. Ziel war es, neue Kriterien und Maßstäbe für eine tragfähige inklusive Bildungspraxis in den Museen zu formulieren. Der Bericht zur Tagung steht nun zum Download zur Verfügung.

Kobinet: Sennheiser möchte Kultur für alle erlebbar machen. Der Audiospezialist stellte die Entwicklung der neuartigen Streaming-Lösung CinemaConnect vor, die Audiodeskription und Hörunterstützung über eine App in die Kinos bringt. Über diese App können Sie sich im Kino mit einem speziell für diesen Zweck bereitgestellten WLAN Netzwerk verbinden und erhalten so Zugriff auf die zusätzlichen Tonspuren für Audiodeskription oder Hörunterstützung. Diese werden per Streaming live und in Echtzeit auf das eigene Smartphone übertragen, so dass die NutzerInnen über Kopfhörer den Film erleben können.

Die Publikation „Das inklusive Museum. Ein Leitfaden zu Barrierefreiheit und Inklusion“ will Museen dabei unterstützen, Barrieren abzubauen und die Museen auch Menschen mit besonderen Bedürfnissen zu erschließen. Die Publikation, die in der Reihe der Leitfäden des Deutschen Museumsbundes erscheint, wird von diesem gemeinsam mit dem Bundesverband Museumspädagogik und dem Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit herausgegeben. Sie wurde jetzt erstmalig im Rahmen einer Veranstaltung zum Thema „Das inklusive Museum“ auf der Museumsmesse EXPONATEC in Köln vorgestellt.

Seit 01.05.2013 gelten bei der Filmförderungsanstalt (FFA), die die Herstellung von Kinofilmen aller Genres unterstützt und damit in staatlichem Auftrag den deutschen Film stärkt, neue Richtlinien. Demnach können nur noch barrierefreie Filme gefördert werden, die mit Audiodeskription für blinde und sehbehinderte Menschen sowie mit Untertitelung für hörgeschädigte Menschen ausgestattet sind. War Barrierefreiheit bisher eines von vielen Förderkriterien, die nicht alle zu erfüllen waren, ist sie nun zu einem Ausschlusskriterium geworden.

Der Design for All Foundation Award prämiert herausragende Gestaltungskonzepte, die von Menschen mit und ohne Behinderungen gleichberechtigt genutzt werden können. Der Preis wurde am 20. März 2013 auf einer Festveranstaltung im Rahmen der Internationalen Designbiennale in Saint-Étienne verliehen. Der am 27.09.2012 im Rahmen einer Pressekonferenz im BKB vorgestellte inklusiv gestaltete Gemäldeführer „Das Goldene Zeitalter“ erreichte in der Kategorie Gemeinnützige Organisationen den dritten Platz.

Ein Entwurf der Bundesregierung zur Änderung des Filmförderungsgesetzes sieht vor, die Produktion barrierefreier Filme in die Förderkriterien der Filmförderung des Bundes aufzunehmen. Weiterhin sollen Kinos gefördert werden, um ihre Vorführräume barrierefrei modernisieren zu können.

Der Nachrichtendienst Kobinet meldet heute, die Vertreter von Behindertenverbänden hätten den Ausbau des barrierefreien Angebots innerhalb der ARD begrüßt. Dafür könne man auch akzeptieren, dass Menschen mit Behinderungen seit dem 1. Januar einen ermäßigten Rundfunkbeitrag zahlen. Das erklärten heute die Verbandsvertreter nach einem Treffen mit dem Norddeutschen Rundfunk, der in der ARD bei dem Thema Barrierefreiheit die Federführung hat.

Kobinet meldet zum Jahresbeginn, dass sowohl der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) als auch der Norddeutsche Rundfunk (NDR) das Programm häufiger untertiteln werden. Der Mitteldeutsche Rundfunk wird in 2013 alle regionalen Informationssendungen im Fernsehen zwischen 18 Uhr und 22 Uhr untertiteln und die Zahl der ausgestrahlten Hörfilme um rund 50 % erhöhen. Der NDR steigerte seine Untertitelungsqoute von 8,5 % (2007) auf inzwischen 42 %, bald werden es über 50 % sein. Im Laufe des Jahres sollen auch die erfolgreichen vier Landesmagazine des NDR untertitelt werden.

Der Deutsche Schwerhörigenbund (DSB) setzt sich dafür ein, dass das Filmförderungsgesetz mit der Zielsetzung höchstmöglicher Barrierefreiheit weiter entwickelt wird. Hierbei sollte die fortschreitende Digitalisierung bei der Produktion und Wiedergabe von Filmen als Chance für eine umfassende Teilhabe aller Bürger beim Angebot audiovisueller Medien genutzt werden.

Wie der Nachrichtendienst kobinet berichtet, wird der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) in seinen Fernsehprogrammen und Internetangeboten die Nutzungsbarrieren für Menschen mit Seh- oder Hörbehinderungen deutlich reduzieren. Das teilte der öffentlich-rechtliche Sender nach einem Treffen von Senderverantwortlichen und Spitzenvertretern der Blinden-, Sehbehinderten- und Gehörlosenverbände in Leipzig mit. Ein Stufenplan soll die Teilhabe von behinderten Menschen erleichtern.

Das Staatliche Museum Schwerin stellt ein Lesetasthörbuch mit ausgewählten Werken der holländischen und flämischen Malerei des 17. Jahrhunderts vor und lädt ein zu einer Pressekonferenz am 27.09.2012 um 11:00 Uhr im BKB, Marienstraße 30, 10117 Berlin.

Der Deutsche Gehörlosen-Bund meldete vergangene Woche, dass der Privatsender SAT 1 ab 4. September 2012 seine deutschen Unterhaltungssendungen und die neuen Serien aus Eigenproduktion untertiteln wird (Teletextseite 149). Dabei werden nicht nur die Sprechtexte eingeblendet, sondern auch die gesamte Klangkulisse. Taube und hörbehinderte ZuschauerInnen mit eher schriftsprachlicher Orientierung können also ein für sie voll zugängliches Format nutzen. Damit setzt sich SAT 1 im Hinblick auf die Zahl der untertitelten Sendungen an die Spitze der Privatsender.

Der Ausschuss für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages hat am Mittwoch, 23.05.2012, zur verstärkten Förderung barrierefreier Filmangebote eine interfraktionelle Protokollerklärung verabschiedet.

Die Filmförderungsanstalt hat einen Grundsatzbeschluss zur Förderung barrierefreier Filme gefasst. Im Vorgriff auf die Novelle des Filmfördergesetzes sollen die Förderrichtlinien dahingehend geändert werden, dass bei der Förderung eines Films dessen barrierefreie Ausstattung mit Audiodeskription und Untertitelung verpflichtend wird. Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Gremien der Filmförderungsanstalt können die geplanten Richtlinienänderungen im Herbst dieses Jahres in Kraft treten.

Der Verein Andere Augen e. V. arbeitet an einem Museumsführer, mit dem blinden und sehbehinderten Menschen Gemälde zugänglich gemacht werden. Das Projekt läuft in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Museum Schwerin und dem Blinden- und Sehbehinderten-Verein Mecklenburg-Vorpommern e. V. und wird von der Stiftung "Aktion Mensch" finanziell unterstützt.

Am 15. November 2011 hat der Landesverband der Museen zu Berlin e. V. (LMB) eine Checkliste zur barrierefreien Konzeption und Gestaltung von Ausstellungen“ veröffentlicht. Wollen Berliner Museen ihre Ausstellungen mit öffentlichen Geldern des Landes Berlin fördern lassen, müssen sie ihrem Antrag die ausgefüllte Checkliste beifügen. Sie müssen zudem eine Selbstverpflichtung abgeben, dass sie die in der Checkliste genannten Maßnahmen einhalten werden. Die Checkliste ist ein gutes Beispiel dafür, wie öffentliche Fördermittel systematisch für die Herstellung von Barrierefreiheit eingesetzt werden können.