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Katastrophenschutz für hörbehinderte Menschen

Projektziel

Das Projekt sollte die Katastrophenschutzbehörden deshalb daraufhin befragen, wie der Katastrophenschutz mit Blick auf die Belange gehörloser Menschen organisiert ist. Es sollte eine Dokumentation erstellt werden, welche Defizite es in der Vergangenheit gegeben hat und wo die Probleme liegen.

Projektergebnisse

Als Ergebnis des Projektes entstand die Dokumentation „Katastrophenschutz für hörbehinderte Menschen“ (nicht barrierefreie PDF, 651 KB) von Wolfgang Bachmann, die der Deutsche Gehörlosen-Bund e. V. auf seiner Jahrespressekonferenz am 30. Januar 2013 in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt hat.

Eine mittelbare Folge des Projektes war eine Einladung des Bundeswirtschaftsministeriums zum Thema „Barrierefreier Notruf für hör- und sprachbehinderte Menschen“ am 24.09.2012 in der Geschäftsstelle des BKB. Unabhängig von diesem Gespräch entwickelt derzeit das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI) im öffentlichen Auftrag eine Notruf-App für hör- und spracheingeschränkte Menschen.

Hintergrund

Bei der Hochwasserkatastrophe von Dresden im August 2002 evakuierte die Polizei nur die Hörenden, aber nicht die Gehörlosen. Der Polizeiwagen war mit dem Lautsprecher unterwegs. Insbesondere in den Dörfern bekamen gehörlose Menschen die akustischen Evakurierungsinformationen nicht mit und blieben allein in den dunklen, von der Stromversorgung abgeschnittenen Wohnungen.

Ein ähnliches Bild bietet sich bei den Orkan- und Unwetterwarnungen. Im Fernsehen werden solche Warnungen nicht untertitelt. Warnungen per Radio sind für gehörlose Menschen nicht zugänglich. Das Wissen darüber, weshalb der Katastrophenschutz derzeit in Bezug auf gehörlose Menschen nicht funktioniert, ist unzulänglich.

Träger des Projektes

Deutscher Gehörlosen-Bund e. V.

Laufzeit

01.01. bis 31.12.2012, Restarbeiten 2013